Der Baum als Symbol, als Leitbild und Inspiration.
Auch Rainer Maria Rilke ließ sich inspirieren...
Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen
Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn.
Ich kreise um Gott, um den uralten Turm,
und ich kreise Jahrtausende lang
und ich weiß noch nicht:
bin ich ein Falke, ein Sturm
oder ein großer Gesang.
Baumphilosophie
Die Umweltbedingungen prägen das Wachstum eines Baumes genauso, wie dies die Umfeld-Bedingungen bei einem Unternehmen tun. Das Bild des Baumes soll Sie anregen, über Ihre Unternehmensentwicklung und die Entwicklung ihrer Mitarbeiter nachzudenken. Ich lade sie ein zu einem „Gedankenspaziergang“. Kommen sie mit in den Wald...

Wurzeln und Krone eines Baumes haben identische Abmessungen, je breiter die Wurzeln, desto breiter kann die Krone werden. Der Baum ist im Gleichgewicht, in Balance. Wachsen Unternehmen zu schnell, werden sie oft instabil, die Wurzeln sind dann noch nicht genug ausgeprägt. Ruhen sie sich auf ihrem Erfolg aus, entgehen ihnen wichtige Innovationsschritte.

Werden Mitarbeiter zu oft beschnitten, leisten sie weniger als sie leisten könnten, treiben sie sich ständig an, versorgen die Wurzeln sie nicht mit genügend „Nahrung“ – sie sind irgendwann überlastet und ebenfalls aus dem Gleichgewicht. Eine nachhaltige Entwicklung fordert ein Gleichgewicht der Kräfte im System.

Unternehmen tun gut daran, sich auf ihre Wurzeln zu besinnen, denn „Zukunft hat Herkunft“. Aus dieser Stabilität heraus, diesem „Besinnen auf Stärken“ kann innovative Veränderung voran gebracht und damit Wachstum erzeugt werden.

„Zukunft bedeutet Veränderung“. Bäume sind lebendige Beispiele für Veränderungsprozesse – das zeigen sie äußerlich im Erscheinungsbild durch die Jahreszeiten und innerlich in den Abläufen.

Im Frühjahr erzeugt der unbelaubte Baum einen „Wurzeldruck“. Nahrung in Form von Wasser und den darin enthaltenen Nährstoffen drückt von den Wurzeln in den Stamm, die Äste und Zweige, der Baum bekommt Knospen, später Blätter. Im belaubten Zustand entsteht durch Transpiration im Baum ein Unterdruck und das Wasser wird nachgezogen. Die starken Kohäsionskräfte im Wasserfaden des Baumes stellen eine ständige Versorgung mit Nahrung sicher. Die Blätter regeln den Prozess im Austausch mit der Umwelt (Belichtung, Feuchtigkeit, Co2-Gehalt, etc.). Der Baum trägt Früchte. Im Winter tankt der Baum Kraft für den nächsten Wachstumsschub.

Bei einem Veränderungsprozess im Unternehmen muss zunächst ein gewisser Druck aufgebaut werden. Kommunikative Nahrung in Form von Information über Visionen und Ziele, Sinn und Zweck der Veränderung müssen sich verteilen, um einen Denk- und Kommunikations-Prozess in den Menschen – und damit der Organisation – auszulösen. Die Veränderung erzeugt Gedanken (Knospen) und nimmt erste Formen an. Fragen werden aufgeworfen, Ängste müssen genommen und Zuversicht verbreitet werden. Sind die Führungskräfte und Mitarbeiter überzeugt und tauschen sich aus (Nahrungsversorgung), setzt eine Nachfrage nach Informationen ein, ein Austausch beginnt. Nun ist es wichtig, einen starken Zusammenhalt zu gewährleisten (WIR-Gefühl = Kohäsionskraft), so dass alle in die selbe Richtung denken und handeln. Ein ständiger Austausch (Transpiration) mit der Umwelt (Kunde, Markt, Lieferanten, Dienstleister, etc.) regelt den Veränderungsprozess. Die Anstrengung trägt Früchte. Die Konsolidierungsphase (Winter) ist wichtig, um das Unternehmen stabil werden zu lassen und Kraft zu tanken für die nächste Veränderung, die bestimmt kommen wird.

Den lebendigen, respektvollen Austausch von Informationen (Führung), die Begleitung des Veränderungsprozesses (Moderation und Beratung), die Entwicklung von Kohäsionskräften (Teamentwicklung, WIR-Gefühl) und das Umsetzen des „Transpirationsprozesses“ (Vertriebstraining) sind Kernelemente meiner Arbeit und gehen oft eine Symbiose ein.